Kollektion: Boote & Elektronik

Mit dem Schlauchboot erreichst du Spots, die vom Ufer aus nicht sauber zu befischen sind — zum Ablegen von Montagen, zum Ausbringen von Futter oder zum Ausloten deines Platzes. Unsere Angelboote reichen vom kompakten 2-Meter-Modell bis zum 3,2-Meter-Boot, wahlweise mit aufblasbarem Air Deck oder festem Aluminium- bzw. Lattenboden für mehr Standstabilität.

Dazu kommt die passende Elektronik: Echolote samt Geber zeigen dir Tiefe, Kanten und Fisch, Geberstangen sorgen für die saubere Befestigung am Boot. Elektro-Außenborder wählst du nach Schubkraft passend zu Bootsgröße und Beladung; ergänzend findest du LiFePO4-Akkus, Ersatzpropeller, Luftpumpen, Anker, Bootssitze und ein Futterboot fürs Anfüttern auf Distanz.

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Welche Bootsgröße passt zu deiner Angelei?

Die Größenwahl entscheidet sich an drei Fragen: Wer fährt mit, was muss an Bord, und wie kommt das Boot ans Wasser. Die kompakte Klasse bis etwa 2,4 m ist das Solo-Arbeitsgerät — leicht genug, um es alleine vom Auto zum Spot zu tragen, schnell aufgepumpt und völlig ausreichend, um eine Montage abzulegen oder ein paar Kilo Futter rauszubringen. Viel Reserve bleibt dabei nicht: Mit Echolot, Akku und Ruder ist so ein Boot gut gefüllt, und bei stärkerem Wellengang wird es nass.

Zwischen 2,5 und 2,9 m liegt der Allround-Bereich. Ein Angler sitzt mit kompletter Ausrüstung bequem, Motor samt Akku finden Platz, und für kurze Strecken kommt auch eine zweite Person mit. Die Klasse von 3,0 bis 3,2 m lohnt sich, wenn regelmäßig zu zweit gefahren wird oder viel Gerät mitmuss — etwa beim Ausbringen größerer Futtermengen. Mehr Auflagefläche macht das Boot außerdem kippstabiler, wenn du über die Bordwand arbeitest, und deutlich ruhiger bei Seitenwind. Bedenke nur den Rückweg: Ein nasses 3,2-Meter-Boot samt festem Boden trägt sich zu zweit erheblich entspannter als allein.

Air Deck, Lattenboden oder Aluboden — was steckt dahinter?

Der Bodentyp bestimmt, wie sich das Boot im Alltag anfühlt, stärker als jede andere Ausstattungsfrage.

  • Air Deck — aufblasbarer Hochdruckboden. Das leichteste Gesamtpaket mit dem kleinsten Packmaß, Aufbau ohne lose Einzelteile: aufpumpen, fertig. Beim Stehen federt der Boden spürbar nach — fürs Sitzen und für spontane Kurzeinsätze ist er die praktischste Lösung.
  • Lattenboden — Bodenlatten versteifen den Rumpf, das Boot bleibt trotzdem komplett faltbar. Ein solider Mittelweg mit wenig Aufbauaufwand, der vor allem bei gelegentlichen Einsätzen überzeugt.
  • Aluminiumboden — feste Platten, die steifste Basis. Wer im Boot steht, um zu loten oder eine schwere Montage sauber abzulegen, merkt den Unterschied sofort unter den Füßen. Der Preis dafür: mehr Gewicht, längerer Aufbau und sperrigerer Transport.

Als Faustregel: Wer oft alleine und spontan rausfährt, ist mit Air Deck am schnellsten auf dem Wasser. Wer sein Boot als stabile Arbeitsplattform versteht und viel im Stehen hantiert, nimmt das Mehrgewicht des festen Bodens in Kauf — im Wortsinn.

Elektro-Außenborder: Schubkraft richtig einordnen

Bei Elektromotoren zählt die Schubkraft in lb, nicht die Wattzahl. Unsere Motoren decken den Bereich von 40 bis 55 lb ab. 40 lb schieben ein kompaktes, leicht beladenes Schlauchboot zuverlässig übers Wasser; ab 2,7 m Bootslänge, bei voller Beladung oder wenn an deinem Gewässer öfter Wind steht, bist du mit 50 bis 55 lb besser aufgestellt. Im Zweifel nimm die stärkere Klasse: Ein Motor, der nicht dauernd auf höchster Stufe läuft, zieht weniger Strom — und genau das verlängert deine Zeit auf dem Wasser. Rechne beim Dimensionieren ehrlich: Angler, Akku, Futter, Tackle und das Boot selbst summieren sich schnell auf weit über 200 kg.

Zum Motor gehören die Verschleißteile. Ersatzpropeller führen wir passend zu den gängigen Schubkraftklassen — nach einem harten Grundkontakt im Flachwasser ist der Propeller schnell getauscht, ohne dass der Trip beendet ist. Ein Blick auf den Zustand von Propeller und Splint vor der Saison erspart dir das Paddeln zurück.

Echolot: Struktur suchen statt Fisch jagen

Der häufigste Fehler am Echolot ist, Fischsicheln hinterherzufahren. Fürs Karpfenangeln zählt der Grund: harte Flächen im weichen Sediment, Kanten, Plateaus, Muschelfelder und die Übergänge zwischen Kraut und sauberem Boden — dort entstehen Futterplätze. Ein hartes Bodensignal erkennst du an der kräftigen, satten Rückmeldung im Sonarbild, weicher Schlamm zeichnet dagegen schwach und diffus. Unsere Geräte reichen vom 4-Zoll-Display fürs Tiefenmessen und Kantensuchen bis zum 9-Zoll-Gerät mit Seiten-Scan, das Strukturen weiträumig neben dem Boot sichtbar macht: Du suchst eine ganze Fläche ab, statt Streifen für Streifen darüberzufahren und den Spot dabei zu beunruhigen. Zwischen diesen Polen liegen 5- und 7-Zoll-Geräte, die den besten Kompromiss aus Ablesbarkeit und Preis bieten und für die meisten Gewässer völlig ausreichen. Wichtiger als die Displaygröße ist am Ende, dass du das Bild lesen kannst — nimm dir die erste Fahrt Zeit, um Grundhärte und Kanten deines Gewässers in Ruhe kennenzulernen, bevor du daraus Spots ableitest.

Für die Montage gilt: Der Geber braucht ungestörtes Wasser. Luftblasen unter dem Geber machen das Bild unbrauchbar, deshalb sitzt er an der Geberstange ein Stück unter der Wasserlinie — und ist nach der Session in Sekunden wieder abgenommen. Wer kein eigenes Boot besitzt oder oft auf verschiedenen Booten unterwegs ist, greift zum portablen Komplett-Set mit eigener Stromversorgung: montieren, loten, einpacken.

Strom an Bord: LiFePO4 statt Bleigewicht

Der E-Motor ist nur so gut wie sein Akku. LiFePO4-Akkus haben den klassischen Bleiakku am Angelboot aus gutem Grund abgelöst: Sie wiegen bei gleicher nutzbarer Kapazität nur einen Bruchteil — im Schlauchboot zählt jedes Kilo —, sie halten die Spannung bis kurz vor Schluss stabil, sodass der Motor nicht schleichend an Schub verliert, und sie stecken viele hundert Ladezyklen weg. Dazu kommt: Ihre Nennkapazität lässt sich fast vollständig nutzen, während ein tiefentladener Bleiakku dauerhaft Schaden nimmt. Passende Schnellverbinder machen den Anschluss am Wasser unkompliziert und verpolungssicher. Plane die Kapazität nach deinem Fahrprofil — lange Anfahrten, Gegenwind und häufiges Manövrieren beim Ausloten ziehen deutlich mehr Strom als die reine Distanz vermuten lässt.

Ein Punkt noch, bevor du investierst: Wirf vorher einen Blick in die Gewässerordnung. Boots- und Motoreinsatz sind vielerorts geregelt, manche Bewirtschafter untersagen auch Echolote. Wo das Boot tabu ist, übernimmt die Markerrute das Ausloten, das Futter kommt mit der Rakete raus — das Gerät dafür findest du unter Anfüttern & Spodding, die passenden Spods und Marker gleich daneben.

Häufige Fragen zu Boote & Elektronik

Welche Schlauchboot-Größe brauche ich für zwei Personen?

Für regelmäßige Fahrten zu zweit solltest du ab 2,7 m aufwärts planen, komfortabel wird es zwischen 3,0 und 3,2 m — dann bleibt neben zwei Anglern noch Platz für Motor, Akku und Ausrüstung. Boote bis etwa 2,4 m sind reine Solo-Arbeitsgeräte zum Ablegen von Montagen und Ausbringen von Futter. Bedenke auch das Tragen: Größere Boote mit festem Boden bewegst du am besten zu zweit.

Wie viel Schubkraft braucht mein Elektro-Außenborder?

Als Orientierung: 40 lbs reichen für ein kompaktes, leicht beladenes Schlauchboot. Ab 2,7 m Bootslänge, voller Beladung oder windigen Gewässern sind 50 bis 55 lbs die bessere Wahl. Rechne das Gesamtgewicht ehrlich zusammen — Angler, Akku, Futter und Boot summieren sich schnell. Ein stärkerer Motor, der auf niedriger Stufe läuft, zieht weniger Strom als ein schwacher am Limit und schont damit den Akku.

Brauche ich einen Führerschein für einen Elektromotor am Schlauchboot?

Elektro-Außenborder mit geringer Leistung sind auf den meisten Gewässern führerscheinfrei. Die Regelungen unterscheiden sich aber je nach Region und Gewässer deutlich — entscheidend sind die örtliche Schifffahrtsordnung und die Gewässerordnung des Bewirtschafters. Dort ist auch geregelt, ob Boote und Motoren überhaupt erlaubt sind und ob eine Kennzeichnungspflicht besteht. Kläre das vor dem Kauf, nicht erst am Wasser.

Air Deck oder fester Boden — was ist besser?

Das Air Deck ist leichter, schneller aufgebaut und hat das kleinste Packmaß — ideal, wenn du oft alleine und spontan rausfährst. Fester Latten- oder Aluminiumboden macht das Boot deutlich steifer: Du kannst sicher darin stehen, was beim Loten und beim Ablegen schwerer Montagen ein echter Vorteil ist. Dafür wiegt das Boot mehr und der Aufbau dauert länger. Für reine Sitz-Einsätze reicht das Air Deck völlig.

Warum ein LiFePO4-Akku statt eines Bleiakkus für den E-Motor?

LiFePO4-Akkus wiegen bei vergleichbarer nutzbarer Kapazität nur einen Bruchteil eines Bleiakkus — im Schlauchboot ein spürbarer Unterschied. Sie halten die Spannung bis kurz vor der Entladung stabil, der Motor verliert also nicht schleichend an Schub, und sie überstehen viele hundert Ladezyklen. Außerdem kannst du fast die volle Nennkapazität entnehmen, während Bleiakkus bei Tiefentladung dauerhaft Schaden nehmen. Der höhere Preis relativiert sich über die Lebensdauer.